08/16

Gedanken und Texte zum Thema Neurodivergenz


LETZTE BEITRÄGE

  • Neurodivergenz und Kunstverständnis

    Neurotypische und neurodivergente Wahrnehmung unterscheiden sich. Manchmal recht offensichtlich, manchmal ganz subtil. Diese Unterschiede zeigen sich nicht nur im Alltag oder sozialen Situationen, sondern scheinen auch im Bereich der Kunst sehr deutlich. Unabhängig von Geschmack oder Bildung beschreiben neurodivergente Menschen häufig, dass sie Kunst besonders intensiv, dicht oder tief erleben – zugleich können stark emotionale oder dramatische Darstellungen jedoch als überraschend leer oder oberflächlich empfunden werden.

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  • Autismus und „verträumtes“ AD(H)S – der Unterschied

    „Wenig belastbar“, „leicht überfordert“, „verträumt, unkonzentriert und im Kopf woanders“, „nicht flexibel genug“ oder „zu sensibel“ sind Zuschreibungen, mit denen sich vor allem Frauen mit AD(H)S, aber ebenso viele Menschen im Autismus-Spektrum häufig konfrontiert sehen. Von außen wirken beide Erscheinungsbilder oft sehr ähnlich, manchmal sogar fast identisch. Betroffene wirken still, nachdenklich, reizempfindlich – und stolpern im Alltag an sehr ähnlichen Stellen: in Gesprächen, in Gruppen, in chaotischen Situationen, im Zeitmanagement, in unvorhersehbaren Abläufen.

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  • Wie monotropes Denken den Alltag strukturiert

    Es gibt Tage, die beginnen nicht mit einer Entscheidung, sondern mit einem Ton.
    Nicht hörbar, aber spürbar – ein inneres Grundrauschen, das dem Tag sagt, wohin er gehört. Manchmal ist dieser Ton klar und tief, manchmal leicht und offen, manchmal analytisch, manchmal still. Es ist keine Stimmung, kein Gefühl, kein „ich habe Lust auf…“.

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  • Warum monotrope Systeme andere Lebensmodelle brauchen

    Die meisten alltäglichen Strukturen (Arbeitszeiten, Schultage, Termine, soziale Routinen) basieren auf einer gemeinsamen Grundannahme:
    Menschen können ihre Aufmerksamkeit flexibel verteilen, mühelos zwischen Aufgaben wechseln und ihren Tag in kleine Abschnitte zerlegen, ohne ihre innere Ordnung zu verlieren. „Mach jeden Tag ein bisschen – dann bleibt alles im Fluss“ gilt als hilfreicher Leitfaden. Er erzeugt Sicherheit, Struktur und eine gewisse Leichtigkeit.

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  • Theory of Mind (und das Double-Empathy-Problem)

    Die Theory of Mind (ToM) bezeichnet die Fähigkeit, mentale Zustände anderer Menschen zu erkennen und zu interpretieren – also zu verstehen, was andere Person wissen, fühlen oder beabsichtigen, selbst wenn es sich von der eigenen Perspektive unterscheidet.
    Der Begriff stammt aus der Entwicklungspsychologie und spielte zunächst vor allem für das Verständnis kindlicher sozialer Entwicklung eine Rolle, bevor sie später auch in klinischen Zusammenhängen Bedeutung gewann.

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  • Warum viele Frauen keine passende Diagnose bekommen

    Viele autistische Frauen haben jahrzehntelang nach einem Erklärungsmodell für ihr Erleben gesucht – für ihre Reizfülle, ihre soziale Unsicherheit, ihre innere Anstrengung und die Diskrepanz zwischen Außenbild und Innenwelt. Sie beschrieben ihre Probleme und ihre Symptome, doch wurden sie oft überhört, verharmlost oder in andere Kategorien eingeordnet. Ihre Überforderung wurde als Sensibilität gedeutet, ihre soziale Unsicherheit als Schüchternheit, ihre Erschöpfung als Stress, ihre Anpassung als Stärke.

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  • Weibliche Autismusprofile (Allgemeines & Überblick)

    Autistische Wahrnehmung folgt einer inneren Logik, die bei allen autistischen Menschen ähnlich funktioniert – doch wie sie sich nach außen zeigt, kann sehr verschieden sein. Das liegt weniger am Autismus selbst als an sozialen Erwartungen, erlernten Strategien und individuellen Wegen, mit der Wahrnehmung umzugehen.

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  • Autismus verstehen: Warum Verhalten nur die Oberfläche ist

    Lange Zeit beruhte die Beschreibung von Autismus nahezu ausschließlich auf der Beobachtung männlicher Kinder, die in psychiatrischen Einrichtungen oder Kliniken auffielen. Man betrachtete Autismus als eine Art sichtbare Andersartigkeit, erkennbar an bestimmten Mustern, die von der Umgebung als irritierend oder ungewöhnlich wahrgenommen wurden.

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